oben

Schwerpunkt Burnout-Prävention

Burntout-Prävention im Kita-Alltag


Außerdem ist Stressmanagement gefragt. Um das gezielt anzugehen, kann es helfen, zunächst Belastungen in Form eines Stresstagebuchs zu systematisieren. Zeiten der Überreizung werden am besten gleich am selben Tag ausgeglichen. In welcher Art, das muss jeder für sich herausfinden. Der eine entspannt bei einem Spaziergang, der andere auf dem Sofa und wieder ein anderer, wenn er sich beim Sport auspowert.

Arbeitsabläufe verbessern
Durch Anpassung der inneren Einstellung und Stärkung der eigenen Gesundheit kann die oder der Einzelne immer nur einen Teil der Faktoren beeinflussen, welche für Stress, Erschöpfung und letztlich Burnout verantwortlich sein können. "Auf diesem Wege lässt sich die subjektive Situation in Maßen verbessern. Für eine umfassende und langfristig wirksame Präventionsarbeit ist es unverzichtbar, dass das ganze Team zusammenarbeitet und auch vom Träger unterstützt wird", betont Kunz. "Nur gemeinsam lassen sich organisations- und arbeitsbezogene Maßnahmen angehen."

Kommunikation und Wertschätzung
Der erste Schritt dazu ist eine gute Kommunikation untereinander, zwischen Kita-Leitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Eltern, im Alltag, aber auch in Form von institutionalisierten Teamtreffen. „Gegenseitige Anerkennung motiviert und stärkt alle Beteiligten, transparente Entscheidungen erhöhen das wechselseitige Verständnis und nehmen Ängste, Teamwork statt Konkurrenzdenken verbessert das Betriebsklima entscheidend“, zählt Kunz wichtige Funktionen der alltäglichen Kommunikation auf. Hinzu kommt: Nur wenn jeder verbalisiert, wo Ärgernisse liegen, wo Arbeitsabläufe haken und wo Belastungen übergroß werden, können diese Punkte verändert werden. Das setzt zunächst eine gute Führung voraus, die ein Klima von Offenheit schafft und auch für Kritik zugänglich ist.

Burnout-Prävention
Bild: Dominik Buschardt
Eigene Pausen
Gemeinsam können dann Strukturen verändert werden. So lassen sich Belastungsspitzen etwa beim Bringen und Abholen der Kinder entzerren, indem die Zeiten flexibilisiert, mehr Personal eingesetzt oder auch eine Erzieherin oder ein Erzieher zum Check-In abgestellt wird. Wenn es dann noch feste Sprechzeiten für Eltern gibt, verlaufen die Spitzenzeiten reibungsloser, mit weniger Gedränge und weniger Lärm. In den Tagesplan sollten immer auch kleine Pausen eingebaut werden.

« zurück [1] [2] [3] weiter » « zurück zur Übersicht

DGUV Kinder, Kinder 2-2012

| Bild: DGUV Kinder, Kinder 2-2012 | Burnout - Zustand der totalen Erschöpfung. Immer mehr Erzieherinnen und Erzieher "brennen aus". Wie Sie Ihre Ressourcen stärken, zeigt die aktuelle Ausgabe von DGUV Kinder, Kinder.

Mehr lesen

Leserservice

| Bild: |


Aboänderungen: Adresse, Ansprechpartner, Bezugsmenge, Probehefte

Mehr lesen

Unser Projekt

| Bild: Unser Projekt | Beschreiben Sie Ihr besonders gelungenes oder außergewöhnliches Projekt, das Sie in Ihrer Kita durchgeführt haben, und schicken Sie uns dazu ein aussagekräftiges Foto. Der Umfang sollte maximal eine DIN A 4 Seite betragen. Alle in der Rubrik „Unser Projekt“ veröffentlichten Beiträge werden mit 50 Euro honoriert.

Mehr lesen

Broschüren und Themenhefte

| Bild: Themenheft Verkehr | Hier finden Sie Broschüren und Themenhefte zur Sicherheit und Gesundheit in Kindertageseinrichtungen. Neben den regulären Ausgaben werden Themen darin monothematisch aufbereitet. Sie geben praktische Tipps und Anregungen für den Alltag.

Mehr lesen